Der Fondo de Seguro de Depósitos (FSD) deckt anspruchsberechtigte Einlagen in PEN und US-Dollar bei SBS-lizenzierten peruanischen Banken bis zu einer Obergrenze pro Einleger und Institut, die aktuell bei rund S/ 119.517 veröffentlicht ist. Die Obergrenze wird quartalsweise nach SBS-Regeln aktualisiert und ist an die peruanische Inflation indexiert — sie wurde seit 2018 mehrfach angehoben, sodass die Schlagzeilen-Zahl auf einer Drittseite innerhalb von Monaten überholt sein kann. Überprüfen Sie die aktuelle Obergrenze auf fsd.org.pe oder sbs.gob.pe, bevor Sie sich auf die Deckung verlassen. Die Mitgliedschaft ist für lizenzierte peruanische Banken gesetzlich vorgeschrieben: Banco de Crédito del Perú, BBVA Continental, Interbank und Scotiabank Peru sind sämtlich FSD-Mitglieder, und eine anspruchsberechtigte PEN-Einlage bei einer von ihnen liegt innerhalb desselben gesetzlichen Rahmens.
Yape, Plin und Tunki sind keine eigenständigen Lizenzen. Sie sind Wallets und Zahlungsschienen, die auf lizenzierten SBS-beaufsichtigten Banken aufsetzen. Yape sitzt innerhalb von BCP; Tunki sitzt innerhalb von Interbank; Plin ist eine Multi-Bank-Schiene, die davon abhängt, welche Mitgliedsbank das zugrunde liegende Konto ausgegeben hat. Da die empfangende Einheit in jedem Fall eine lizenzierte Bank ist, SIND anspruchsberechtigte PEN-Guthaben FSD-gedeckt bis zur Obergrenze pro Einleger und Institut — die Deckung wird jedoch über die Mutterlizenz vermittelt. Es gibt keinen FSD-Eintrag für "Yape" — es gibt einen FSD-Eintrag für BCP. Lesen Sie die Klasse des empfangenden Kontos auf dem Bankauszug, nicht die Marke auf dem App-Icon. Die FSD-Obergrenze gilt pro Institut, sodass das Bespielen mehrerer Mutterbanken (z. B. BCP via Yape plus Interbank via Tunki) Deckung schichtet, wo eine einzelne Beziehung dies nicht täte.
EEDE-Guthaben sind keine Einlagen. Empresas de Dinero Electrónico nach Ley 29985 von 2013 unterstehen zwar der SBS, sind aber keine einlagenannehmenden Institute — Kundengelder werden auf Treuhandkonten bei Verwahrbanken gehalten und nicht in der EEDE-Bilanz. Die Treuhandstruktur schützt die Mittel vor einem Ausfall der EEDE selbst, sie ist jedoch keine Einlagensicherung: Die Rückforderung hängt von der Treuhandvereinbarung und der Verwahrbank ab, nicht vom FSD. Bim ist das aktive Privatkundenbeispiel. Die FSD-Obergrenze gilt nicht, unabhängig davon, wie die Wallet vermarktet wird.
Siehe den Glossareintrag SBS / Peru für eine Durchsicht der Lizenzklassen und wie die SBS sie veröffentlicht, sowie die Säulenseite zu LatAm-Neobanken für den Ländervergleich.