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Regulierung

Die BaFin verhängt gegen N26 eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro wegen unterlassener Meldung der Genehmigung eines Darlehens durch den Aufsichtsrat

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Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin verhängte am 18. März 2025 eine Geldbuße in Höhe von 15.000 Euro gegen N26, nachdem die Neobank es versäumt hatte, die Aufsichtsbehörde darüber zu informieren, dass ihr Aufsichtsrat einen Kredit an einen der eigenen Führungskräfte der Bank unzulässig genehmigt hatte – eine Offenlegungspflicht gemäß dem Kreditwesengesetz.

Was geschah

Die Geldbuße bezog sich auf einen konkreten Verstoß gegen die Unternehmensführung: Der Aufsichtsrat von N26 genehmigte einen Kredit an einen Führungskräfte, ohne die BaFin zuvor ordnungsgemäß zu benachrichtigen, wie es § 15 des deutschen Kreditwesengesetzes (KWG) vorschreibt, das Kredite an Mitglieder von Aufsichts- und Leitungsorganen regelt.

Die Geldbuße in Höhe von 15.000 € war eine gezielte Durchsetzungsmaßnahme, die sich von den umfassenderen Aufsichtsmaßnahmen unterschied, die die BaFin später im Dezember 2025 ankündigen würde.

Hintergrund: Die Regulierungsgeschichte von N26 mit der BaFin

Diese Maßnahme vom März 2025 setzte ein Muster regulatorischer Spannungen zwischen N26 und der BaFin fort:

  • 2021 — Die BaFin verhängte eine Obergrenze für das Kundenwachstum (50.000 neue Konten/Monat) und ernannte einen speziellen Geldwäschebeauftragten nach Mängeln bei den AML-Kontrollen von N26
  • Mai 2024 — Die BaFin verhängte eine separate Geldbuße wegen Verstößen im Bereich der Geldwäschebekämpfung
  • März 2025 — Geldbuße in Höhe von 15.000 € wegen unterlassener Meldung der Genehmigung eines Darlehens durch den Aufsichtsrat
  • Dezember 2025 — Die BaFin kündigte ihre bislang strengsten Maßnahmen an, darunter ein Verbot der Vergabe von Hypothekarkrediten in den Niederlanden und die Ernennung eines zweiten speziellen Compliance-Beauftragten

Was dies für N26-Kunden bedeutet

Die Geldbuße vom März 2025 hatte keine direkten Auswirkungen auf Kundenkonten, Einlagen oder Dienstleistungen. N26 behielt während des gesamten Zeitraums seine volle deutsche Banklizenz. Einlagen blieben im Rahmen des deutschen Einlagensicherungssystems bis zu 100.000 € geschützt.

Die Häufung von aufsichtsrechtlichen Maßnahmen im Laufe des Jahres 2025 unterstrich jedoch eine strukturelle Compliance-Herausforderung bei N26, die Investoren und Kunden aufmerksam verfolgten.

Lesen Sie unseren vollständigen N26-Testbericht einschließlich der BaFin-Sanktionen vom Dezember 2025

Quelle: Banking Dive / BaFin

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Edition №07 · Updated 11 March 2026