Digitale Agenturen, Beratungsunternehmen und Dienstleistungsfirmen weisen wesentlich andere Cashflows auf als SaaS- oder E-Commerce-Unternehmen. Die strukturellen Unterscheidungsmerkmale: Cashflow aus Retainer-Verträgen mit mehreren Kunden (3–30+ aktive Kunden, die jeweils monatliche Retainer-Zahlungen leisten), Betriebsstruktur mit hohem Anteil an 1099-Auftragnehmern (10–100+ wiederkehrende Auftragnehmer im Vergleich zu Vollzeitmitarbeitern), Nachverfolgung der Gewinn- und Verlustrechnung pro Kunde (die Bruttomarge pro Kunde ist operativ von Bedeutung) und Zeitpunkt der Retainer-Forderungen (Projekt-/monatliche Retainer-Einnahmen anstelle von transaktionsvolumenbasierten Einnahmen wie im E-Commerce oder Abonnement-Einnahmen wie bei SaaS).
Die strukturelle Entscheidung hängt davon ab, welches der drei Muster zur Betriebsstruktur Ihrer Agentur passt. Die Cash-Transparenz pro Kunde (Relays Unterkonten) ist der entscheidende Faktor für Agenturen, die eine formelle Gewinn- und Verlustrechnung pro Kunde verfolgen – jeder Kunde erhält ein eigenes Unterkonto, und der Aufwand für den Monatsabschluss wird erheblich reduziert. Retainer-Cash + Treasury-Rendite (Mercury) ist der entscheidende Faktor für Agenturen mit einem Umsatz von über 1 Mio. USD und erheblichen geparkten Retainer-Forderungen – der „IntraFi-Sweep“ deckt die Weiterleitung von FDIC bis zu 5 Mio. USD sowie die Renditen von Mercury Treasury auf den geparkten Barmitteln ab. Die Tiefe der Ausgaben über Firmenkreditkarten (Brex in Kombination mit Brex Cash oder Mercury in Kombination mit Ramp) ist der entscheidende Faktor für Agenturen mit erheblichen Ausgaben für Lieferanten (SaaS-Tools, freiberufliche Auftragnehmer per Karte, Ausgaben für Content/Marketing).