Trade Republic verdoppelt Nutzerzahl auf 8 Millionen und verwaltetes Vermögen auf 100 Milliarden Euro und eröffnet Niederlassungen in Frankreich, Spanien und Italien
Die in Berlin ansässige Anlageplattform Trade Republic gab am 8. Januar 2025 bekannt, dass sie ihren Kundenstamm im Vergleich zum Vorjahr auf 8 Millionen Nutzer verdoppelt habe und das verwaltete Vermögen 100 Milliarden Euro übersteige – womit sie ihre Position als Europas größter Privatkundenbroker gemessen an der Kundenzahl festigte.
Wichtige Meilensteine
- 8 Millionen Kunden in 17 europäischen Ländern (gegenüber ~4 Millionen im Jahr 2024)
- 100 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen – ein Meilenstein, der in weniger als sechs Jahren seit der Gründung erreicht wurde
- Erreichung der Rentabilität im Jahr 2024; das Unternehmen bezeichnet das Jahr als sein erstes vollständig profitables Jahr
- Ein Drittel der Kunden stammt mittlerweile aus internationalen (nicht-deutschen) Märkten
Expansion mit nationalen Niederlassungen
Trade Republic kündigte gleichzeitig die Eröffnung nationaler Niederlassungen in Frankreich, Spanien und Italien an – seinen drei größten Märkten außerhalb Deutschlands. Die Niederlassungen ermöglichen:
- Länderspezifische Steuerberichterstattung (automatisierte lokale Steuerbescheinigungen, einschließlich französischer PEA-Steueroptimierung)
- Die Vergabe lokaler IBANs – französische Kunden erhielten französische IBANs für Girokonten
- Länderspezifische Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Kundenservice
Französische Kunden erhielten insbesondere Zugang zu einem Girokonto mit französischer IBAN, das 3 % Zinsen pro Jahr auf Guthaben bietet, sowie zu provisionsfreien Sparplänen, die mit der steuerbegünstigten PEA-Struktur (Plan d’Épargne en Actions) kompatibel sind.
Hintergrund: Das 1-Euro-Handelsmodell unter Druck
Das rasante Wachstum von Trade Republic basierte auf seinem Modell mit einer Pauschalgebühr von 1 Euro pro Handel, das teilweise durch Zahlungen für den Orderflow (PFOF) finanziert wurde – eine Praxis, die die EU im Rahmen der MiFIR-Reformen im Jahr 2026 auslaufen lässt. Das Unternehmen erklärte in seiner Ankündigung vom Januar 2025, dass es sein Geschäftsmodell im Vorfeld der regulatorischen Änderung anpasse.