Monzo erhält von der irischen Zentralbank eine vollständige EU-Banklizenz und ernennt Dublin zum europäischen Hauptsitz
Die britische Neobank Monzo erhielt am 17. Dezember 2025 von der Central Bank of Ireland (CBI) und der Europäischen Zentralbank (EZB) eine vollständige Banklizenz – ihre erste Zulassung für den Betrieb als regulierte Bank innerhalb der Europäischen Union.
Was die Lizenz ermöglicht
Die irische Banklizenz ermöglicht Monzo:
- die Eröffnung von Konten für Kunden mit Wohnsitz in Irland (Erstmarkt) mit irischen IBANs
- die Annahme von Einlagen, die durch das irische Einlagensicherungssystem gedeckt sind (bis zu 100.000 € pro Kunde)
- Passport-Dienstleistungen in allen EU-Mitgliedstaaten gemäß CRD IV (vorbehaltlich der Benachrichtigung der zuständigen Aufsichtsbehörden des Aufnahmelandes)
- das gesamte Spektrum an Privat-, Gemeinschaft-, Geschäfts-, Kinder- und Sparkonten anzubieten
Dublin wurde zum EU-Hauptsitz von Monzo ernannt – der operativen Basis, von der aus alle EU-regulierten Aktivitäten gesteuert werden.
Produktpläne für irische Kunden
Zum Start (Anfang 2026, Wartelistenphase) plante Monzo, irischen Kunden Folgendes anzubieten:
- Privatkonten mit einer irischen IBAN
- Gemeinschaftskonten
- Geschäftskonten (einschließlich Einzelunternehmer und Gesellschaften mit beschränkter Haftung)
- Kinderkonten
- Sparkonten mit sofortiger Verfügbarkeit (variabler Zinssatz, voraussichtlich 1,6 % bei Markteinführung)
Bemerkenswert ist, dass Monzo erklärte, es werde ohne seine britischen Anlage- oder Krypto-Funktionen starten – das EU-Produkt würde sich in erster Linie auf das Bankgeschäft konzentrieren.
Hintergrund: Zwei Jahre Vorbereitungszeit
Monzo kündigte seine EU-Bankambitionen erstmals Ende 2023 an und durchlief etwa zwei Jahre lang den Zulassungsprozess der CBI. Der irische Weg folgt dem Kurs, den mehrere britische Fintechs nach dem Brexit eingeschlagen haben: Revolut (Litauen), Starling (Prüfung von Irland) und Wise (Belgien für EU-IBAN).
Der Zeitpunkt – der 17. Dezember 2025 – fiel nur zwei Tage nach der Ankündigung neuer Sanktionen der BaFin gegen N26, was Monzos Markteintritt zu einer willkommenen Alternative für EU-Verbraucher macht, die eine angesehene, voll lizenzierte Neobank mit soliden Support-Referenzen suchen.