bunq meldet für 2024 einen Gewinn von 85,3 Millionen Euro und reicht den ersten Teil des Antrags auf eine US-Banklizenz ein
Die niederländische Neobank bunq veröffentlichte im April 2025 ihren Jahresabschluss für 2024 und meldete einen Nettogewinn von 85,3 Millionen Euro – ein Anstieg von 65 % gegenüber dem Vorjahr – und verzeichnete damit das zweite profitable Jahr in Folge. Das Betriebsergebnis stieg um 52 % auf 245,3 Millionen Euro.
Finanzielle Highlights 2024
| Kennzahl | 2024 | 2023 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Nettogewinn | 85,3 Mio. € | ~53 Mio. € | +65 % |
| Betriebsergebnis | 245,3 Mio. € | ~161 Mio. € | +52 % |
| Nutzerbasis | 17 Mio.+ | ~12 Mio. | +42 % |
| Einlagen | 8 Mrd. €+ | ~5 Mrd. € | +60 % |
Vorstoß zur Erlangung einer US-Banklizenz
Neben der Bekanntgabe seiner Finanzergebnisse gab bunq bekannt, dass es die erste Phase des Antrags auf eine US-Banklizenz abgeschlossen habe, indem es bei der FINRA eine Registrierung als Broker-Dealer beantragt habe. Als nächster Schritt wurde ein vollständiger Antrag auf eine De-novo-Banklizenz beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) bestätigt.
CEO Ali Niknam bezeichnete die USA als die „größte Chance der Welt“ für bunq und zielte dabei auf den bedeutenden Markt international mobiler Amerikaner und in den USA lebender europäischer Expats ab. Sollte das US-Lizenzverfahren erfolgreich verlaufen, würde bunq zu einer der ersten europäischen Neobanken werden, die über Banklizenzen auf beiden Seiten des Atlantiks verfügt.
Warum Rentabilität wichtig ist
Die aufeinanderfolgenden profitablen Jahre von bunq sind in einer Branche, in der viele Wettbewerber weiterhin Verluste schreiben, von großer Bedeutung. Die nachhaltige Rentabilität verschafft bunq die Kapitalbasis, um seine Expansion in den USA zu finanzieren, ohne auf zusätzliche externe Finanzierungsrunden angewiesen zu sein – ein strategischer Vorteil angesichts des angespannten Finanzierungsumfelds für Fintech-Unternehmen in den Jahren 2024–2025.